Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen

Zwetschgenkuchen

Bild: BVEO

Pflaumen und Zwetschgen zählen wie Kirschen und Aprikosen zum Steinobst. Die leckeren Früchte können den Stoffwechsel in Gang bringen und die Leistungsfähigkeit verbessern. Ihr hoher Kaliumanteil sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Doch was ist der Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen? Wie bereitet man sie am besten zu? Und was ist hinsichtlich ihrer Frische zu beachten?

Wie lassen sich Pflaumen und Zwetschgen voneinander unterscheiden?
Pflaumen sind rund und besitzen ein rötliches Fruchtfleisch. Die süßen Früchte haben eine ausgeprägte Bauchnaht. Zwetschen sind dagegen ovaler und innen grünlich gelb. Die leckeren Früchte schmecken etwas säuerlich. Ihr Stein lässt sich leicht lösen.

Woran erkenne ich frische Pflaumen und Zwetschgen?
Reife Früchte geben beim sanften Druck etwas nach und besitzen eine intakte natürliche Wachsschicht. Sie lassen sich zudem an der Farbe erkennen: Frische Pflaumen sind rotblau, Zwetschgen dunkelblau.

Wie lang können die Früchte aufbewahrt werden?
Je nach Sorte halten sich Pflaumen und Zwetschgen zwei bis drei Tage, maximal eine Woche im Kühlschrank. Entkernte Früchte lassen sich sogar einfrieren. Dann sind die Delikatessen, die von Mitte Juli bis Mitte Oktober Saison haben, bis zu einem Jahr haltbar.

Wie macht man Pflaumen und Zwetschgen haltbar?
Pflaumen und Zwetschgen können durch Erhitzen ganz einfach konserviert werden. Die frischen Früchte sind so auch nach der Saison genießbar. Sehr schnell lässt sich zum Beispiel Kompott herstellen. Dazu das Obst entsteinen, vierteln und mit Wasser und Zucker aufkochen. Die Masse anschließend in sterilisierte Gläser füllen.

Wie trockne ich die Früchte?
Den Stein der Pflaumen und Zwetschgen entfernen und die Früchte anschließend halbieren. Danach das Obst auf ein Blech legen und bei 50 bis 60 Grad im Ofen zwei bis drei Stunden langsam austrocknen.

Wie bereite ich Pflaumen am besten zu?
Das süß-würzige Aroma von Pflaumen passt besonders gut zu herzhaften Speisen. Die Früchte lassen sich beispielsweise wunderbar mit Linsen und Kartoffeln kombinieren. Sie verleihen Rinder-, Geflügel-, Lamm- und Schweinefleisch zudem das gewisse Etwas. Klassisch verfeinern Pflaumen allerhand Gebäcksorten.

Was passt besonders gut zu Zwetschgen?
Zwetschgen sind nicht nur im Kuchen und als Mus ein echter Genuss. Die Früchte munden auch als süße Hauptspeise. So ist eine Zwetschgensuppe eine wahre Gaumenfreude. Pikant glänzen Zwetschen als Beilage zu Feta mit Trauben-Thymian-Kompott.

Pflaumen und Zwetschgen in Zahlen
• 35.567 Tonnen der leckeren Früchte wurden im vergangenen Jahr geerntet. Die meisten von ihnen stammten aus Baden-Württemberg.
• 2012 wurden Pflaumen und Zwetschgen auf einer Fläche von 3.863 Hektar angebaut. Das entspricht in etwa der Fläche der nordfriesischen Insel Pellworm.
• Die größten Anbaugebiete für Pflaumen und Zwetschgen liegen in Baden-Württemberg (1.508 Hektar), Rheinland-Pfalz (836 Hektar) und Brandenburg (437 Hektar).

* Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI)/Statistisches Bundesamt 2013 (Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse)

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